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Ćber einen Zeitraum von rund 30 Jahren werden die StreitkrƤfte gemƤss des Armeeleitbildes bis 1994 kontinuierlich ausgebaut. Die Ā«Armee 61Ā» ist die grƶsste Milizarmee der Schweizer Geschichte. Sie umfasst noch Anfang der 90er-Jahre über 700ā000 Armeeangehƶrige. Ihr Leitbild zielt auf eine Ā«flƤchendeckende AbwehrĀ» mit der FƤhigkeit zum Gegenschlag ab. Die Konzeption vom 6.6.66 bildet diese Gedanken ab und prƤgt die Kampfführung auch geografisch durch die Vorgabe āKampf ab Landesgrenzeā im starken InfanteriegelƤnde des Jura und die Optionen der GegenschlƤge der Mechanisierten Divisionen auf durchgebrochenen Gegner in den KampfrƤumen der Felddivisionen.
Die Milizarmee ist auch dank dem Konsens zum VerstƤndnis der Ost-West Bedrohung bis tief in die 80er-Jahre eng mit wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen verwoben. Kleine wie grosse Unternehmen akzeptieren weitgehend klaglos, dass ihre FachkrƤfte jƤhrlich mehrere Wochen MilitƤrdienst leisten und am Arbeitsplatz fehlen.
Nach dem Ende des Kalten Krieges muss sich die Armee neu orientieren und ihre Existenz rechtfertigen. Wer ist der neue Feind? Was sind die grössten Bedrohungen für die Schweiz?







